Der öffentliche Zugang wird von einer Negativerklärung über eine namentlich genannte religiöse Gemeinschaft abhängig gemacht: keine Nutzung, Lehre, Verbreitung, Teilnahme oder Verbindung.
Faith‑Breaker‑Klauseln in Deutschland
Öffentliches Evidenzdossier über administrative Ausgrenzung und Glaubensfreiheit.
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Die verborgenen Glaubenstests
Ein öffentliches Evidenzdossier über deutsche Faith‑Breaker‑Klauseln: Verwaltungserklärungen, die Menschen unter Druck setzen, jede Verbindung zu Scientology zu verneinen, um Zugang zu Arbeit, öffentlichen Aufträgen, Fördermitteln oder schulbezogenen Möglichkeiten zu erhalten.
„Ich erkläre, dass ich die Technologie von L. Ron Hubbard nicht anwende, lehre oder verbreite; dass ich keine Kurse oder Seminare auf Grundlage dieser Technologie besuche; und dass dies für Mitarbeiter und Subunternehmer gilt.“
Jan. 2014 – 2 Jun. 2026
81 → 621 Ausschreibungen
zwei Jahre nach Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
1995 → 2025
Das Wesentliche erfassen, dann die Beweise prüfen
Beginnen Sie mit einer kurzen Erklärung, springen Sie direkt zu den Daten oder laden Sie den vollständigen Bericht herunter. Die ausführlichen Rechts- und Quellenabschnitte bleiben für eine vertiefte Prüfung verfügbar.
Was ist eine Faith-Breaker-Klausel?
Eine Faith-Breaker-Klausel ist eine Verwaltungserklärung, die eine Person, einen Auftragnehmer, einen Beschäftigten oder einen Antragsteller dazu bringt, eine Verbindung zu einer benannten Glaubensgemeinschaft als Bedingung für öffentliche Chancen zu verneinen.
Regelt Verhalten
Eine Behörde kann Rechtmäßigkeit, Arbeitsrechtskonformität, Vertraulichkeit, Kinderschutz, Korruptionsbekämpfung, berufliche Leistungsfähigkeit und Nichtdiskriminierung verlangen.
Prüft Identität oder Zugehörigkeit
Sie verlangt negative Erklärungen über eine benannte Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft, einschließlich Lehre, Kursteilnahme, Verbreitung oder Zugehörigkeit.
Gerichtsurteil. Keine Befolgung. Rekordnutzung.
Dies ist kein Streit über Formulierungen. Es handelt sich um einen wiederholbaren Verwaltungsmechanismus: Der Zugang zu öffentlichen Aufträgen, Fördermitteln und damit verbundenen Möglichkeiten wird von Negativerklärungen über eine bestimmte religiöse Gemeinschaft abhängig gemacht.
Von Januar 2014 bis zum 2. Juni 2026 sind 3.959 TED-Bekanntmachungen dokumentiert. Die Zahl ist eine Untergrenze, weil unterschwellige Aufträge, Anhänge und externe Portale nicht vollständig erfasst werden.
Das Bundesverwaltungsgericht erklärte die Praxis im April 2022 für verfassungswidrig. Zwei Jahre später erreichte 2024 den höchsten registrierten Stand: 621 Ausschreibungen.
Der Mechanismus kollidiert zugleich mit Gleichbehandlung, Glaubensfreiheit, Vergaberecht, Privatsphäre, besonderen Datenkategorien nach DSGVO, Beschäftigungsgleichheit und wirksamen Rechtsbehelfen.
Das Problem ist keine rechtliche Unsicherheit mehr. Es ist ein Umsetzungsversagen: alte Vorlagen, Anhänge und Arbeitsabläufe reproduzieren die Klauseln nach Gerichtsurteilen weiter.
Die Klauseln stoppen, religiöse Kriterien verbieten, Vorlagen prüfen, die Verarbeitung religiöser Daten untersuchen, rechtswidrige Datensätze löschen und Rechtsbehelfe für Betroffene schaffen.
Was die Belege zeigen
Stärkere Lesart des Berichts vom Juni 2026: Die Website dokumentiert nicht nur einzelne Ausschreibungen, sondern ein dauerhaftes Verwaltungssystem, das gerichtliche Korrekturen überstanden hat.
Filter gegen eine namentlich genannte Religion
Die Erklärungen verlangen keine neutralen Integritäts-, Verhaltens- oder Interessenkonfliktzusicherungen. Sie greifen gezielt Scientology, L. Ron Hubbard-Technologie, Kurse, Verbreitung und Zugehörigkeit heraus.
Öffentlich reproduzierbare Mindestzahl
TED zeigt 3.959 dokumentierte Bekanntmachungen von Januar 2014 bis 2. Juni 2026. Die Zahl ist stark, weil sie reproduzierbar ist, bildet aber nicht die Gesamtheit der betroffenen Verträge ab.
Eskalation nach dem Urteil
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2022 führte nicht zu einer systemweiten Entfernung. Die Jahreszahl stieg 2024 auf 621, den höchsten erfassten Wert.
Problem für Datenschutz und Beschäftigung
Schwere Varianten erstrecken die Erklärung auf Beschäftigte, Subunternehmer oder eingesetzte Personen und erzeugen Druck, Glauben, Zugehörigkeit und Kursteilnahme zu prüfen.
Problem versteckter Vorlagen
Die maßgebliche Formulierung kann in Anlagen, Plattformdateien oder Standardformularen liegen, wodurch das Problem weniger sichtbar und fristgerecht schwerer anfechtbar wird.
Rechtskonflikt auf mehreren Ebenen
Das Muster wirft Fragen nach deutschem Verfassungsrecht, EU-Vergaberecht, EU-Charta, DSGVO, EMRK, IPbpR, Beschäftigungsgleichheit und OSZE/ODIHR-Standards auf.
Von politischer Vorlage zu institutioneller Nichtbefolgung
Diese Ebene zeigt die Geschichte als Kette von Verwaltungsentscheidungen: Ursprung, Formalisierung, gerichtliche Korrektur und fortgesetzte Nutzung.
Konstruierter Ursprung
The Hamburg model was deliberately promoted as a tool to prevent alleged “infiltration” of the economy, then spread through official templates and administrative practice.
Bayerische Formalisierung
Bavaria adopted the model through an official notice, helping convert a political suspicion into procurement and grant paperwork.
Tatsachengrundlage bricht zusammen
Courts rejected blanket presumptions and found no evident anti-constitutional activity after years of surveillance material.
Verfassungsrechtliche Entscheidung gegen Distanzierungserklärungen
BVerwG 8 C 9.21 held that conditioning a public benefit on a Scientology-related declaration violated Articles 3 and 4 GG.
Rekordwert nach dem Urteil
Instead of disappearing after the ruling, the annual count rose to 621 tenders, the highest figure in the monitored series.
Weiterhin aktiv
The practice remains visible in current notices and annex structures, proving the problem is operational rather than historical.
Ein Diskriminierungsmechanismus in Verwaltungssprache versteckt
Eine neutrale Regel würde Proselytismus, Zwang, Diskriminierung oder Missbrauch eines öffentlichen Arbeitsplatzes durch jeden verbieten. Eine Faith‑Breaker‑Klausel tut etwas anderes: Sie benennt eine Glaubensgemeinschaft und verlangt eine negative Erklärung der Nicht‑Zugehörigkeit, Nicht‑Teilnahme, Nicht‑Anwendung und teils Nicht‑Beschäftigung.
Nennen wir es beim Namen.
Dies ist keine gewöhnliche Schutzsprache. Es ist ein Instrument zur Identifizierung und Ausgrenzung aufgrund von Glauben. Bei Vergaben, Fördermitteln, Schuldiensten oder Beschäftigung ist die Forderung, sich von einer benannten religiösen oder weltanschaulichen Gemeinschaft loszusagen, bürokratische religiöse Diskriminierung.
Der Anstieg nach dem Verbot
TED‑Vergaberecherchen identifizieren tausende deutsche Bekanntmachungen mit ausdrücklichen Scientology‑Bezügen. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Der stärkste Anstieg erfolgte, nachdem deutsche Gerichte die Praxis bereits verurteilt hatten.
Was ist TED?
TED — Tenders Electronic Daily — ist die offizielle Online-Datenbank der EU, in der öffentliche Vergabebekanntmachungen oberhalb der EU‑Schwellenwerte veröffentlicht werden. Seine Bedeutung ist beweisrechtlich: Wenn eine diskriminierende Klausel in TED erscheint, ist sie kein Gerücht und keine private Anekdote, sondern in offiziellen Vergabeunterlagen sichtbar.
+668%
Anstieg von 2014 bis 2024
3,959
dokumentierte Ausschreibungen oberhalb der EU‑Schwellenwerte
63,1%
der erfassten Reihe entfielen auf 2021 bis 2025
2024
Rekordspitze: 621 Ausschreibungen
Note: Da nur Aufträge oberhalb der EU‑Schwellenwerte in TED erscheinen, kann die tatsächliche Zahl von Faith‑Breaker‑Klauseln in lokalen und kleineren Verträgen deutlich höher sein.
Das Urteil führte nicht zur Befolgung
Ausschreibungen im Jahr des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts
Rekordwert zwei Jahre nach der verfassungsrechtlichen Entscheidung
Vergleich nach dem Urteil
Das Gericht gab die verfassungsrechtliche Warnung. Die Vorlagen liefen weiter.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob deutsche Gerichte gesprochen haben. Das haben sie. Die Frage ist, warum das Verwaltungssystem nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. April 2022 weiterhin dieselbe Art von Erklärung veröffentlichte, anhängte oder verlangte.
Warum dies nicht nur ein deutsches Vergabethema ist
Die stärkere Fassung zeigt jedes Rechtsproblem als praktischen Mechanismus: Ausschluss, Offenlegung, Diskriminierung, Datenverarbeitung und eingeschränkte Rechtsbehelfe.
Richtlinie 2014/24/EU
Articles 18 and 57 require equal treatment and define lawful exclusion grounds. Religious non-association is not listed among them and is difficult to reconcile with proportionality and non-discrimination.
EU Charter Articles 10, 21 and 7
The declarations engage freedom of religion, non-discrimination and private life when a bidder or worker is pressured to disclose or deny belief-related association.
Articles 3 and 4 GG
German courts have treated the practice as impermissible differentiation and interference with freedom of belief.
Articles 5 and 9
Religious or philosophical belief data is special-category data. Coerced tender declarations do not look like freely given consent or necessary procurement data.
Richtlinie 2000/78/EG
Employee-level forms convert public procurement into workplace belief-screening and can cascade into private supply chains.
Directive 2007/66/EC
Annex-only or platform-only clauses undermine effective review because affected bidders may not see or challenge the operative text in time.
Warum die öffentliche Zahl nur die Untergrenze ist
The TED total is strong evidence because it is reproducible, but it does not capture every place where the declarations may appear.
Above-threshold EU notices where the search term is visible.
Annex-only forms, eForms attachments and external platform documents.
Below-threshold municipal contracts, employment, grants, security-sensitive roles and other administrative procedures.
Die Formulare selbst
Der Wortlaut zeigt, warum diese Erklärungen nicht als neutrale Compliance‑Klauseln behandelt werden können.
Eine Erklärung, die Mitarbeiter erfasst
Dies erweitert den Loyalitätstest vom Bieter oder Auftragnehmer auf Mitarbeiter und drängt private Arbeitgeber zur Überwachung von Glauben und Zugehörigkeit am Arbeitsplatz.
Ein Glaubenstest in der Lieferkette
Dies macht Vergabeunterlagen zu einem Mechanismus der Glaubensprüfung über Subunternehmer, Personal und Dienstleister hinweg.
Ein Schulvertrag mit Ideologieklausel
Im aktuellen Fall erscheint die Klausel neben gewöhnlichen Vertragsbestimmungen und Masernschutz. Dadurch wird der Gegensatz zwischen legitimer neutraler Regelung und glaubensbezogener Ausgrenzung besonders deutlich.
Ein öffentlich finanziertes Schulservice-Beispiel in Hamburg
Der aktuelle Fall verankert die Frage in einem konkreten heutigen Kontext: Ein junger Bewerber sollte Faith‑Breaker‑Erklärungen unterschreiben, bevor er in schulbezogenen Aktivitäten arbeiten durfte, die von einem privaten Träger mit öffentlichen Mitteln in Hamburg betrieben werden.
Der Aussteller
Die ausstellende Organisation beschreibt sich als evangelische Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Sie betreibt Schulbetreuungs- und Sozialdienste in Zusammenarbeit mit öffentlichen Behörden.
Der öffentliche Finanzierungsbezug
Dies ist nicht einfach eine private Vorliebe innerhalb eines privaten Vereins. Der Träger erbringt schulbezogene und Jugendhilfeleistungen, die von öffentlichen Stellen, einschließlich der Freien und Hansestadt Hamburg, finanziert oder beauftragt werden.
Der Schulvertragskontext
Das Vertragspaket enthält gewöhnliche Bestimmungen wie Kündigung, Gerichtsstand und Masernschutz. Neben diesen neutralen Klauseln erscheint eine Scientology‑spezifische Erklärung.
Warum es noch schwerer wiegt
Wenn ein privater Träger öffentlich finanzierte Schuldienste betreibt, wird Glaubensprüfung nicht weniger problematisch. Sie wird schwerwiegender, weil öffentliche Mittel und Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen an eine negative Glaubenserklärung geknüpft werden.
Das Beweisproblem
Wenn ein öffentlich finanziertes Schulservice-Umfeld Arbeit von einer solchen Erklärung abhängig macht, ist die Frage keine private Vorliebe mehr. Sie wird zu einem Problem des öffentlichen Rechts, der Gleichbehandlung und der Grundrechte.
Eine Klausel, mehrere Rechtsverstöße
Das rechtliche Problem ist nicht ein unvollkommenes Formular. Es ist ein staatlich gestützter Prüfmechanismus, der Zugang zu Verträgen, Förderungen und Arbeit nutzt, um eine glaubensbezogene Frage zu stellen, die der Staat rechtlich nicht stellen muss.
Artikel 3 und 4 GG verbieten Ungleichbehandlung und erzwungene Offenlegung von Glauben.
Directive 2014/24/EU lists lawful exclusion grounds and requires equal treatment, transparency, proportionality and non-discrimination. A condition requiring non-association with one named belief community is not a neutral suitability criterion and is difficult to reconcile with those requirements.
Artikel 7, 10 und 21 schützen Glauben, Privatleben und gleichen Zugang zum öffentlichen Wirtschaftsleben.
Die Erklärungen verarbeiten glaubensbezogene Daten ohne gültige, frei erteilte Rechtsgrundlage.
Schwere Varianten verwandeln Vergabe in Glaubensprüfung von Beschäftigten und Lieferketten.
Sicherheitsmaßnahmen müssen evidenzbasiert, verhältnismäßig und verhaltensbezogen sein, nicht identitätsbezogen.
Verfassungsrechtliche Gleichheit und Glaubensfreiheit
Regel: Öffentliche Behörden müssen Personen gleich behandeln und dürfen sie nicht wegen ihres Glaubens, ihrer religiösen Meinung oder Weltanschauung benachteiligen. Artikel 4 schützt sowohl die Glaubensfreiheit als auch die negative Freiheit, den eigenen Glauben nicht offenlegen oder widerrufen zu müssen.
Verstoß: Faith-Breaker-Klauseln verlangen von Bietern, Förderempfängern oder Arbeitnehmern eine negative Erklärung über eine namentlich benannte Religionsgemeinschaft. Das ist keine neutrale Eignungsprüfung, sondern eine glaubensbezogene Ungleichbehandlung.
Beleg: Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts BVerwG 8 C 9.21 bezeichnete die Praxis als unzulässige Differenzierung und als gezielten Eingriff in die negative Glaubensfreiheit.
Folge: Der Zugang zu öffentlichen Leistungen und Verträgen wird von religiöser Distanzierung abhängig gemacht, selbst wenn kein individuelles Fehlverhalten nachgewiesen ist.
Erforderliche Reaktion: Deutschland sollte eine verbindliche Stopp-Anordnung erlassen und alle glaubensbezogenen Vorlagen durch religionsneutrale, verhaltensbezogene Vertragsklauseln ersetzen.
Gleichbehandlung ist eine Vergaberegel, keine Dekoration
Regel: Artikel 18 verlangt Gleichbehandlung, Transparenz, Verhältnismäßigkeit und Nichtdiskriminierung. Artikel 57 nennt die Ausschlussgründe; Religionszugehörigkeit gehört nicht dazu.
Verstoß: Die Klauseln fügen eine zusätzliche Eignungsbedingung hinzu, die auf Scientology-bezogenen Glauben, Lehre oder Verbindung zielt. Diese Bedingung steht in keinem Zusammenhang mit technischer Leistungsfähigkeit, beruflicher Zuverlässigkeit oder Vertragserfüllung.
Beleg: TED-Bekanntmachungen und beigefügte Formulare zeigen, dass die Erklärung nach dem Urteil von 2022 weiter als Eignungs- oder Vertragsbedingung verwendet wurde.
Folge: Die öffentliche Auftragsvergabe wird verzerrt, weil geeignete Wirtschaftsteilnehmer aus einem glaubensbezogenen Grund ausgesiebt werden können, den das EU-Vergaberecht nicht zulässt.
Erforderliche Reaktion: Die Europäische Kommission sollte ein Vertragsverletzungsverfahren prüfen und verlangen, dass operative Ausschlussbedingungen in TED sichtbar sind und nicht in Anhängen verborgen werden.
Grundrechte gelten auch im Vergabeverfahren
Regel: Wenn Mitgliedstaaten EU-Vergaberecht anwenden, gilt die EU-Grundrechtecharta. Artikel 10 schützt Religion oder Weltanschauung; Artikel 21 verbietet Diskriminierung; Artikel 7 schützt das Privatleben.
Verstoß: Eine Erklärung, die danach fragt, ob eine Person ein namentlich benanntes Glaubenssystem nutzt, lehrt, verbreitet oder damit verbunden ist, greift zugleich in Glauben, Privatsphäre und Gleichbehandlung ein.
Beleg: Die Formulare fragen nicht nach konkretem Fehlverhalten. Sie verlangen Distanzierung von Scientology-bezogener Identität, Lehre, Kursen oder Methoden.
Folge: Der Staat schafft zwei Klassen von Bietern und Arbeitnehmern: diejenigen, die die religiöse Verneinung unterschreiben können, und diejenigen, die ausgeschlossen werden, weil ihr Gewissen die Unterschrift verhindert.
Erforderliche Reaktion: Nachprüfungsstellen und Gerichte sollten diese Klauseln als unmittelbare Grundrechtsfragen behandeln, nicht als gewöhnliche Verwaltungsformulare.
Religiöse Daten dürfen nicht routinemäßig erhoben werden
Regel: Personenbezogene Daten, aus denen religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen hervorgehen, sind besondere Kategorien personenbezogener Daten. Ihre Verarbeitung benötigt eine gültige Rechtsgrundlage und muss Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung und Erforderlichkeit erfüllen.
Verstoß: Die Erklärungen erheben oder lassen glaubensbezogene Informationen als Bedingung für den Zugang zu einem Vertrag, einer Förderung oder einer Stelle erkennen. Eine Einwilligung ist nicht freiwillig, wenn die Verweigerung den Ausschluss von öffentlichen Chancen bedeutet.
Beleg: Schwere Formulare erstrecken die Erklärung auf Beschäftigte, Subunternehmer und während der Leistung eingesetzte Personen und vervielfachen dadurch das Datenschutzproblem entlang der Lieferkette.
Folge: Öffentliche Behörden und Auftragnehmer riskieren, rechtswidrige Datensätze zu religiösen Informationen ohne Erforderlichkeit oder Verhältnismäßigkeit zu erstellen und aufzubewahren.
Erforderliche Reaktion: Datenschutzbehörden sollten ermitteln, die Aufbewahrung rechtswidriger Erklärungen stoppen und die Löschung von Datensätzen anordnen, die durch Glaubensscreening erhoben wurden.
Die Klausel wandert vom Unternehmen zum Arbeitnehmer
Regel: Das arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsrecht verbietet Diskriminierung wegen Religion oder Weltanschauung und schützt Arbeitnehmer vor Druck, Glauben als Arbeitsbedingung offenzulegen oder aufzugeben.
Verstoß: Varianten nach bayerischem oder Hamburger Muster sowie Personalentfernungsklauseln verlangen von Unternehmen, die Überzeugungen, Kurse oder Verbindungen von Beschäftigten und Subunternehmern zu bescheinigen oder zu überwachen.
Beleg: Das Dokument identifiziert Varianten, die Auftragnehmer verpflichten, Personal während der Leistung auszuschließen, wenn es einschlägige Kurse besucht oder die Zieltechnologie nutzt.
Folge: Der Staat zwingt private Arbeitgeber indirekt zu einem religiösen Screening, das er selbst rechtmäßig nicht unmittelbar auferlegen könnte.
Erforderliche Reaktion: Arbeits- und Gleichstellungsbehörden sollten die Zertifizierung von Arbeitnehmerüberzeugungen verbieten und Beschäftigte schützen, die eine Unterschrift oder Offenlegung glaubensbezogener Informationen verweigern.
Neutralität und evidenzbasierte Sicherheit
Regel: OSZE/ODIHR-Standards verlangen staatliche Neutralität, Nichtdiskriminierung und Sicherheitsmaßnahmen auf Grundlage nachweisbaren Verhaltens, nicht von Stereotypen über eine Religions- oder Glaubensgemeinschaft.
Verstoß: Faith-Breaker-Klauseln zielen auf eine namentlich benannte Glaubensgemeinschaft und verlangen negative Erklärungen zu Identität, Lehre, Kursbesuch oder Verbreitung, selbst ohne individuelle Belege für Fehlverhalten.
Beleg: Deutsche Gerichtsentscheidungen stellten nach Jahren der Überwachung keine tatsächlichen Anhaltspunkte beziehungsweise „nichts Ersichtliches“ fest; dennoch bestanden die Vorlagen fort und die TED-Zahlen stiegen nach dem verfassungsrechtlichen Urteil.
Folge: Ein Verwaltungsformular wird zu einem öffentlichen Signal, dass eine Glaubensgemeinschaft mutmaßlich verdächtig ist, und fördert Ausgrenzung im privaten Sektor sowie Selbstzensur.
Erforderliche Reaktion: Deutschland sollte identitätsbezogene Beschränkungen beenden und ausschließlich religionsneutrale Pflichten verwenden: Rechtmäßigkeit, arbeitsrechtliche Einhaltung, Korruptionsbekämpfung, Vertraulichkeit, Leistungserfüllung und Nichtdiskriminierung.
Das Scheitern der Verhältnismäßigkeit
Eine öffentliche Stelle darf von allen Auftragnehmern verlangen, dass sie Recht, Arbeitsstandards, Vertraulichkeit, Antikorruptionsregeln, berufliche Zuverlässigkeit, Kinderschutzpflichten und Nichtdiskriminierungspflichten einhalten.
Eine öffentliche Stelle darf von einem Bieter, Arbeitnehmer oder Unterauftragnehmer nicht verlangen, die Verbindung zu einer namentlich genannten Religion oder Weltanschauung zu verneinen, und darf öffentliche Chancen nicht von einer solchen Verneinung abhängig machen.
Zentrale Quellen für diese rechtliche Analyse
Die Rechtslage ist nicht mehrdeutig
A stronger evidence page should show that the factual and constitutional premises have already been tested in court.
BVerwG 7 C 20.04
Hamburg was not authorised to promote pre-drafted declarations designed to make business partners disclose or deny ties to Scientology.
Stuttgart Admin Court
The court found no factual indicators of anti-constitutional activity over the examined period.
VGH 8 S 1886/20
After reviewing surveillance material, the court found “nothing evident” individually or organisationally and rejected blanket presumptions.
Bavarian grant case
Exclusion from a public benefit on this basis was condemned as unjustified interference with religious freedom and equal treatment.
BVerwG 8 C 9.21
The Federal Administrative Court held that conditioning a public benefit on a Scientology-related declaration violated Articles 3 and 4 GG; its reasoning is directly relevant to similar public-contract and grant clauses.
Munich kindergarten case
A funding-linked declaration was removed after litigation citing the 2022 Federal Administrative Court ruling.
BayVGH clarification
Scientology membership alone does not automatically establish unreliability; authorities require individualized assessment based on concrete facts.
Die Rechtfertigungen direkt beantworten
The stronger version confronts the public justifications one by one and replaces them with the legal and evidentiary record.
“This protects public contracts.”
Neutral contract-protection clauses can address fraud, conflicts, capacity and performance. A named-religion declaration is not necessary to protect contract delivery.
“It is only about conduct, not religion.”
The forms identify Scientology, L. Ron Hubbard technology, courses or dissemination. That converts a neutral procurement process into belief- and association-screening.
“Courts have not settled the issue.”
The Federal Administrative Court ruled in April 2022 that a public benefit could not be conditioned on a Scientology-related declaration; the reasoning is directly relevant to similar public-contract and grant clauses.
“Surveillance justifies the clauses.”
Court findings cited in the report found no factual indicators or “nothing evident” after years of surveillance material. Suspicion cannot replace individualized evidence.
“It affects only companies.”
Severe variants reach employees, subcontractors, deployed persons, grant recipients, security-sensitive roles and other administrative procedures.
“The TED numbers show the whole problem.”
TED captures only above-threshold public notices. Annex-only documents, local lower-value contracts and employment or grant contexts make the real scale larger.
Ein staatlich entstandener Filter kann sich durch die Wirtschaft ausbreiten
TED belegt die sichtbare Vergabeebene. Die stärkere Lesart ist, dass öffentliche Vorlagen in Förderungen, Beschäftigung, Sicherheitsprüfungen, Einbürgerung und private Lieferketten ausstrahlen können.
Civil-society funding gate
Grant and subsidy schemes can require the same declaration, meaning access to public support is conditioned on a religiously targeted statement.
Employment pressure
Employment and work-contract contexts can pressure individuals to deny belief, course attendance or association to keep access to publicly funded work.
Clearance consequences
Surveillance-derived “reliability” concerns can affect access to security-sensitive roles without an individualized finding of misconduct.
Civic membership risk
When clearance logic enters naturalisation, the same religious suspicion can move from markets into citizenship and civic belonging.
Private-sector cascade
Companies can replicate the clauses across employees, subcontractors and suppliers to protect eligibility for state contracts.
Sichtbarkeitslücke
The operative clause may be hidden in a form, annex or external portal, reducing public scrutiny and frustrating timely legal challenge.
Wie eine Vergabeklausel den Arbeitsplatz kontaminiert
Die eingriffsintensivsten Versionen enden nicht beim Auftragnehmer. Sie verlangen Zusicherungen über Mitarbeiter und Subunternehmer und machen private Arbeitgeber zu Glaubensprüfern.
Erzwungene Offenlegung
Mitarbeiter können gedrängt werden nachzuweisen, dass sie keine Scientologen sind und keine entsprechenden Kurse besuchen.
Disziplinarrisiko
Unternehmen können Mitarbeiter wegen glaubensbezogener Verdächtigungen entfernen, sanktionieren oder nicht einstellen.
Ausbreitung in Lieferketten
Die Verpflichtung greift auf Subunternehmer, Berater und Dienstleister über.
Kollektivstrafe
Der Bieter kann für private Überzeugungen von Personen bestraft werden, die nicht Vertragspartei sind.
Deshalb ist das Problem größer als ein einzelnes Formular. Es exportiert öffentliche Diskriminierung in private Arbeitsverhältnisse.
Historische Warnungen vor administrativer Ausgrenzung
Dieser Vergleich setzt Opfer, Regime oder Verbrechen nicht gleich. Er benennt ein wiederkehrendes administratives Muster: Zugang zu Arbeit, Bildung, Handel oder öffentlichem Leben kann von Identität, Zugehörigkeit oder ideologischer Erklärung statt von Verhalten abhängig gemacht werden.
Ariernachweise
Beschäftigte im öffentlichen Sektor, einschließlich Lehrer, mussten sogenannte „arische“ Abstammung nachweisen.
Wirtschaftlicher Ausschluss der Juden
Juden wurden von Geschäften, Gewerben, Leitungspositionen, Märkten und Genossenschaften ausgeschlossen.
Treueerlass im öffentlichen Dienst
Beschäftigte im Bundesdienst konnten wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung von Organisationen belangt werden, die als verfassungsfeindlich galten.
Loyalitätsprüfungen
Kommunisten und angebliche Radikale wurden durch ideologische Abfragen aus dem öffentlichen Dienst gedrängt.
Bildungs-Gatekeeping
Politisch kritische Studierende in der DDR konnten ausgeschlossen oder vom weiteren Studium abgehalten werden.
Faith‑Breaker‑Klauseln
Menschen müssen Nicht‑Zugehörigkeit zu Scientology erklären, um Verträge oder Arbeit zu erhalten.
Ausschluss aus dem öffentlichen Dienst
Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums ermöglichte die Entfernung von Juden und politischen Gegnern aus dem öffentlichen Dienst.
Wirtschaftliche Ausschaltung
Die Verordnung vom 12. November 1938 schloss Juden von Einzelhandel, Gewerbe, Märkten, Leitungsfunktionen und Genossenschaften aus.
Radikalenerlass
Millionen Bewerber für den öffentlichen Dienst wurden überprüft; Tausende wurden ausgeschlossen oder entlassen.
Hamburger Ursprung
Die moderne Scientology‑Faith‑Breaker‑Praxis wurde in Hamburg entwickelt und in Vergabe und private Wirtschaftspraxis exportiert.
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
Das Bundesverwaltungsgericht erkannte diese Klauseln als unzulässige Differenzierung und gezielten Eingriff in negative Glaubensfreiheit.
Rekordfortsetzung
Zwei Jahre nach dem Verbot erreichten TED‑Bekanntmachungen den höchsten dokumentierten Stand.
Drei Jahrzehnte Widerstand
Vom Hamburger Ursprung 1995 bis zum Rekordhoch 2024 — ein Muster systematischer Nichtbefolgung beim Einsatz von Faith-Breaker-Klauseln gegen Scientologists.
Der Ursprung
Ursula Caberta begründet in Hamburg die “Sektenfilter”-Praxis, um eine “Unterwanderung der deutschen Wirtschaft” zu verhindern.
Bitter WinterBekanntmachung der Bayerischen Staatsregierung
Die offizielle bayerische Bekanntmachung (Az. 476-2-151) und die Vorlage der “Schutzerklärung” werden herausgegeben.
PDF ansehenErstes Verbot — begrenzt
Das Bundesverwaltungsgericht untersagt die Bewerbung von Sektenfiltern in Krüger gegen Hamburg.
BVerwG 7 C 20.04 ↗Zweiter Hamburger Rechtsstreit
Elfjähriger Rechtsstreit, einschließlich eines Ordnungsgeldes von 5.000 € gegen Hamburg wegen Missachtung gerichtlicher Verfügungen.
“Nichts ersichtlich”
Ein Gericht in Baden-Württemberg stellt fest, dass über 10 Jahre “nichts ersichtlich” für verfassungsfeindliche Aktivitäten sei.
HRWF-BerichtEndgültiges Verbot
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet, dass Sektenfilter eine “unzulässige Differenzierung” darstellen und Artikel 3 und 4 GG verletzen.
Gerichtsentscheidung ↗621 Ausschreibungen
Höchster jemals verzeichneter Jahreswert — zwei Jahre nach dem Verbot; 44% Anstieg gegenüber 2022.
Auf TED prüfen ↗Was Deutschland Brüssel sagte
EU‑Korrespondenz behandelte die Klausel als grundrechtliches Problem, das Rechtfertigung und Verhältnismäßigkeit verlangte. Deutsche Behörden stützten sich auf eine „Infiltrations“-Erzählung und Inlandsgeheimdienstbewertungen, doch der praktische Zweck war Mitgliederidentifizierung und Ausschluss.
Wie dies aufgedeckt wurde
Durch Verfahren auf Zugang zu Dokumenten zur Aufdeckung von Diskriminierung erhielten Kirchenvertreter Korrespondenz der Europäischen Kommission zu deutschen Faith‑Breaker‑Klauseln. Die Akte ist bedeutsam, weil sie zeigt, dass das Thema in Brüssel als Grundrechtsproblem behandelt wurde, während deutsche Behörden sich auf umstrittene „Infiltrations“-Narrative und Rechtfertigungen stützten, die durch Beweise und spätere Gerichtsurteile ernsthaft erschüttert werden.
Grundrechtseingriff
Die Klauseln wurden als mögliche Eingriffe in Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit sowie Nichtdiskriminierung bewertet.
Die „Infiltrations“-Erzählung
Behörden stützten sich auf Behauptungen wirtschaftlicher Einflussnahme durch Management, Personalberatung und Coaching.
Mitgliederidentifizierung
Die Erklärung hilft festzustellen, ob ein Dienstleister Mitglied von Scientology ist, damit Ausschluss folgen kann.
Warum das „Infiltrations“-Argument scheitert
Gerichte und Rechtsstandards verlangen Beweise, Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit. Die Rechtfertigung bricht bei dieser Prüfung zusammen.
„Dies schützt Verträge vor unzulässigem Einfluss.“
„Das ist keine religiöse Diskriminierung.“
„Die Klausel ist nur eine Ausführungsbedingung.“
„Sie ist verhältnismäßig.“
Der Schaden ist strukturell
Faith‑Breaker‑Klauseln erzeugen nicht nur einen engen Einzelfehler. Sie wirken gleichzeitig auf mehreren Rechte- und Institutionsebenen.
Direkte Diskriminierung
Sie teilen Bieter und Arbeitnehmer nach einer benannten Religion oder Weltanschauung.
Negative Glaubensfreiheit
Sie drängen Menschen, Glauben und Zugehörigkeit offenzulegen oder zu verneinen.
Sensible Daten
Sie drängen Arbeitgeber, glaubensbezogene Daten über Personal und Subunternehmer zu verarbeiten.
Kontamination der Beschäftigung
Sie exportieren öffentliche Diskriminierung in private Beschäftigung und Lieferketten.
Missachtung des Rechtsstaats
Ihre Fortsetzung nach Gerichtsurteilen untergräbt gerichtliche Autorität und EU‑Werte.
From discriminatory wording to operational control
The stronger version makes clear that the clauses are not equal: the most severe variants impose monitoring and removal duties on private employers.
Contract-use denial
A bidder is asked to promise that, in the contract, it will not apply, teach or disseminate targeted Scientology-related materials.
Association denial
The declaration moves beyond performance and pressures the signer to deny membership, association or course participation.
Employee certification
The company must speak about employees or deployed persons, creating a duty to ask, know or police belief-related conduct.
Subcontractor cascade
The obligation travels down the supply chain and can make private businesses enforce a public religious filter.
Ongoing removal duty
The most invasive forms require removal of staff during performance if targeted conduct or association is discovered.
Termination sanction
Breach can lead to exclusion, repayment, withdrawal or termination for cause, turning belief-screening into a contract-enforcement tool.
Was die Formulare invasiv macht
A sample declaration is not just paperwork. Its legal effect can move from the bidder to employees, subcontractors and contract termination.
Religious denial
A person or company is asked to deny membership, use or association.
Belief/activity denial
The text often refers to use, teaching or dissemination of L. Ron Hubbard technology.
Employee extension
Some forms require statements about employees or deployed persons.
Ongoing monitoring
Severe forms require exclusion or removal of staff during performance.
Sanction
False statements or breach can lead to exclusion, recovery of funds or termination.
Das Problem ist weiterhin aktuell
A stronger website should not let readers think this is an old 1990s dispute. The post-2022 record shows continuing operational use.
Rekordwert nach dem Urteil von 2022
621 tenders were recorded two years after the 2022 Federal Administrative Court ruling, making 2024 the peak year in the monitored TED series.
Continued standardisation
514 tenders were still documented, including notice packages with dedicated declaration forms or suitability-criteria references.
Ongoing use through platforms
Early 2026 examples show declaration language appearing through referenced criteria, annexes and external procurement-platform files.
Annex-only visibility
When clauses sit in attachments rather than abstracts, ordinary TED searches undercount the practice and affected bidders may miss challenge deadlines.
Wie die Klausel in der Praxis weiter erscheint
These examples make the evidence concrete: the problem appears in suitability criteria, template forms, external platform files and annex-only documentation.
eForms suitability criterion
Explicitly labelled Scientology-Schutzerklärung; illustrates that the clause can appear as a formal suitability requirement.
Dedicated template form
Notice packages include a specific declaration template, showing continued standardisation inside procurement workflows.
External platform endpoint
The declaration appears through a referenced external platform item, showing why TED abstracts alone may not reveal the operative text.
1996 Bavarian anchor
Tender documentation points back to the 1996 Bavarian announcement, demonstrating the persistence of a 30-year-old template logic.
Annex-only declaration
Award documents can reference the form only in an annex, making the clause invisible to casual review and standard monitoring.
Konkrete institutionelle Forderungen
Die stärkere Fassung benennt den praktischen Hebel jeder Institution, sodass die Website zu einem Advocacy-Briefing und nicht nur zu einer Informationsseite wird.
Europäische Kommission
Open Article 258 infringement analysis; require Germany to explain post-2022 non-compliance; assess Directive 2014/24/EU, Charter and Remedies Directive implications; address annex-only visibility.
DPAs / GDPR route
Investigate collection, storage and transfer of religious or philosophical belief data through procurement, grant and employment declarations; order erasure where processing lacks a lawful basis.
Europäisches Parlament
Use parliamentary questions, LIBE scrutiny, hearings and resolutions to ask why a Member State practice continues after federal constitutional jurisprudence.
Europarat
Frame the issue under state neutrality, Article 9 and Article 14 ECHR, and monitoring by PACE, ECRI or Venice Commission channels.
UN and OSCE mechanisms
Follow up AL DEU 2/2019; raise the issue under freedom of religion or belief, privacy, minority rights, economic exclusion and OSCE Human Dimension commitments.
Deutsche Behörden
Issue an immediate template stop-order; adopt a statutory ban on religious criteria; audit forms; terminate unlawful data processing; provide remedies.
USCIRF
Include Germany in annual religious-freedom monitoring, hold a briefing or hearing, and assess whether systematic state-sponsored exclusion warrants special attention.
U.S. Department of State
Add a dedicated paragraph to the International Religious Freedom Report, raise the issue bilaterally, and monitor via Embassy and Consulate channels.
Deutsche Begriffe einfach erklärt
Short definitions help non-German, EU and UN readers follow the legal and administrative language.
German term meaning “protective declaration”.
Common German shorthand for a “sect filter”.
Deutschlands Inlandsnachrichtendienstsystem; in diesem Kontext häufig als Rechtfertigung für Scientology-bezogene Verdachts- oder Zuverlässigkeitsbedenken angeführt.
Erlass/Praxis von 1972, wonach Bewerber und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf Verfassungstreue überprüft wurden.
Bundestreueerlass von 1950 betreffend Bedienstete des öffentlichen Dienstes und Organisationen, die als verfassungsfeindlich galten.
Public procurement or award procedure.
Tenders Electronic Daily, the EU public procurement notice database.
Was jetzt geschehen sollte
Die Abhilfe ist klar: Identitätstests beenden, durch neutrale Verhaltensregeln ersetzen und Gerichtsentscheidungen in Vergabe, Fördermitteln, Schulen und öffentlich finanzierten Trägern durchsetzen.
Sofortige Beendigung
Alle Faith‑Breaker‑Klauseln aus öffentlichen Vergaben, Fördermitteln, Schulverträgen und Beschäftigungsvorlagen entfernen.
Compliance‑Audit
Bundes-, Landes- und Kommunalformulare auf Scientology‑spezifische Erklärungen und Glaubensprüfungen durchsuchen.
Neutrale Ersetzung
Verhaltensbezogene Klauseln verwenden, die Proselytismus, Zwang, Diskriminierung und Missbrauch des Arbeitsumfelds durch jede Gruppe verbieten.
Datenschutzprüfung
Keine sensiblen Glaubensdaten ohne rechtmäßige, notwendige und verhältnismäßige Grundlage erheben.
Schulung
Vergabestellen, Schulbehörden und öffentlich finanzierte Träger zu Gleichbehandlung und Glaubensfreiheit schulen.
Rechtsbehelf
Wirksame Rechtsbehelfe für Personen und Unternehmen bereitstellen, die ausgeschlossen, abgeschreckt oder unter Druck gesetzt wurden.
Die verfassungsrechtliche Quintessenz
Ein demokratischer Staat darf rechtmäßiges Verhalten verlangen. Er darf Menschen nicht zwingen, eine Distanzierungserklärung von einer benannten Religion oder Weltanschauung zu unterschreiben. Die Faith‑Breaker‑Klausel ist keine Kinderschutzregel, keine Vergabequalitätsregel und keine neutrale Anti‑Proselytismus‑Regel. Sie ist ein Glaubenstest.
Abschließende Checkliste: sieben konkrete Abhilfen
- Immediate stop order: suspend all pending and future Schutzerklärungen / sect-filter clauses in procurement, grants, public-benefit schemes and publicly funded provider forms.
- Template audit: review federal, state, municipal and procurement-platform forms, including annexes and external document libraries.
- Legal prohibition: adopt a clear rule that public access may not be conditioned on religion, belief, non-association or negative declarations about a named community.
- Data protection remedy: investigate religious-data processing, stop retention of unlawful declarations and erase records collected without a valid legal basis.
- Employment protection: prohibit employee and subcontractor belief-screening in public-contract supply chains.
- Transparency reform: require operative tender conditions to appear in searchable notice data, not only in annexes or external portals.
- Individual remedies: create a claims channel for bidders, workers, grantees and applicants harmed by exclusion, dismissal, loss of clearance or funding denial.
Blogs, Artikel und externe Berichterstattung
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Federal Office for the Protection of the Constitution Ends Surveillance of Scientology
May 15, 2026It is a major day for religious freedom. The Church of Scientology—for many years in Germany the prototype of a “cult” whose religious status people sought to contest—is…
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May 15, 2026After nearly three decades, Germany’s Federal Office for the Protection of the Constitution has ended its systematic federal surveillance of Scientology. The decision is not only important for…
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May 15, 2026Full article HERE.
Weiterlesen →Quellen und Rechtsgrundlagen
Ausgewählte Quellen und dokumentarische Anker für diese Präsentation.
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